3 Tipps für dein Knowledge-Management

Noch nie zuvor waren so viele Informationen frei zur Verfügung wie heute. Dank der Digitalisierung unserer Gesellschaft werden zudem im Minutentakt unglaubliche Mengen an neuen Informationen generiert. Die eindrückliche Infografik von qmee verdeutlicht diese Zahlen sehr schön:

http://blog.qmee.com/wp-content/uploads/2014/07/infographic-resized1.jpg
Quelle: qmee.com

Dieser Überfluss an Informationen stellt uns Menschen vor komplett neue Herausforderungen: In den vergangenen Jahren hat sich die Frage von „wie komme ich an die gesuchten Informationen?“ zu „Welcher Teil von dieser gigantischen Menge an Informationen ist für mich überhaupt relevant?“ verschoben. Eine Disziplin wo sich – unter anderem – mit dieser Frage beschäftigt ist Knowledge-Management. (siehe Wikipedia)

Seit längerem versuche ich die aktuellen Erkenntnisse aus Knowledge-Management Lehre auf meinen Alltag als Digital Worker zu übertragen.

In meiner Arbeit als Software Architekt und E-Business Consultant bin ich stark darauf angewiesen neue Trends in den Bereichen E-Business, Technologie und Innovation frühzeitig zu erkennen und jene Auswirkungen für meine tägliche Arbeit Heute sowie Morgen zu beurteilen. Im Rahmen von diesem Blogpost zeige ich dir meine 3 Tipps, wie ich aktuell selber mein persönliches Knowledge-Management bewerkstellige.

1. Speichern – Zentraler Informationsspeicher als Erfolgsfaktor

Während eines normalen Arbeitstages komme ich auf den unterschiedlichsten Webseiten, Blogs und Newsplattformen wie zum Beispiel medium.com (siehe auch Blogpost Medium) vorbei. Des Weiteren haben sich über die Jahre eine Fülle von Newsletter Abos wie zum Beispiel die Newsletter von lifehack.org angesammelt. Durch die Zunahme von Social Media als Publikationskanal kommen natürlich all die Posts meiner Kontakte auf xing, linkedin etc. hinzu. Finde ich eine Quelle besonders interessant und ist sie als RSS-Feed verfügbar, dann nehme ich sie in meinen RSS-Reader Tool feedly auf.

„Oh das klingt interessant. Muss ich mir unbedingt genauer ansehen! Ich habe aber gerade keine Zeit dies genauer durchzulesen!“

Beim Durchsehen der verschiedenen Quellen (dabei lese ich oftmals nur gerade die erste Überschrift, maximal das Abstract) übermannt mich oft das Gefühl von: „Oh das klingt interessant. Muss ich mir unbedingt genauer ansehen!“. Meistens habe ich aber gerade keine Zeit den aufgespürten Artikel just in dem Moment in Ruhe und mit Bedacht durchzulesen. Selbst wenn ich es schaffe den Artikel gleich zu lesen, so will ich diesen später trotzdem wieder einfach auffinden können.

Für mich hat es sich als Erfolgsfaktor herauskristallisiert, dass ich all jene Informationen unmittelbar zu dem Zeitpunkt wo mein Interesse geweckt wird, schnell und unkompliziert in einen zentralen Informationsspeicher ablegen kann. Ich arbeite dazu mit dem Dienst Pocket. Der Ursprüngliche Namen des Dienstes: „Read It Later“, verrät schon alles wozu er gut ist.

An Pocket haben mich folgende Aspekte überüberzeugt:

  • Kostenlos nutzbar (Freemium).
  • Ansprechendes Benutzerinterface und gute Usability.
  • Strukturierung von Informationen mittels Tags (Verschlagwortung) und Archivfunktionen.
  • Sehr gute Integration mit allen meinen Geräten und Tools:
Screenshot von Pocket
Screenshot von Pocket

Dank Pocket brauche ich – egal in welchem Kontext ich die Information online entdecke – nur ein Klick oder eine Touch-Geste um die Information zu merken. Einfacher geht es wohl wirklich kaum!

2. Verarbeiten – Bewusste Informationsverarbeitung mit „Getting Things Done (GTD)“

Merken alleine reicht nicht aus, man muss es auch noch lesen! Getting Things Done!

Um sicherzustellen, dass dank der Einfachheit von Pocket nicht einfach nur der Informationsspeicher mit ständig neuen Informationen gefüllt wird, braucht es ein weiteres Element zur bewussten Verarbeitung der gemerkten Informationen.

Generell organisiere ich meinen Alltag seit längerem mit der „Getting Things Done (GTD)“ Methode. Als Werkzeug für die Bewirtschaftung meiner Taskliste verwende ich den Dienst Todoist. Getreu der „Getting Things Done (GTD)“ Methodik stelle ich nun sicher, dass jede gespeicherte Information eine neue Aufgabe auf meiner Taskliste „zu Lesen“ auslöst.

Screenshot von todoist
Screenshot von todoist

Im Rahmen von meinen Tagesplanungen plane ich dann die schrittweise Abarbeitung jener Task’s in meine anderen Tagesziele ein.

Dank Automation erstellt jeder neuer Pocket-Eintrag einen neuen Todoist-Task.

Um sicherzustellen, dass alle Informationen wo ich in Pocket speichere, auch einen Task in Todoist auslösen, habe ich diese Prozess mittels IFTTT automatisiert. Dazu habe ich ein IFTTT Rezept erfasst, wo in meiner Todoist-Liste „zu Lesen“ automatisch eine neue Aufgabe erstellt, wenn in Pocket eine neue URL gemerkt wurde:

Recipe in IFTTT
Recipe in IFTTT

3. Merken – Verinnerlichung durch physischer Zusammenfassung

Einen zentralen Informationsspeicher zu haben und jene Informationen bewusst zu verarbeiten ist eine wichtige Grundvoraussetzung um neues zu lernen. Es bleibt aber die Frage, wie kann man sich all jene Sachen merken?

Dank handschriftliche Notizen kann ich mir die Informationen viel besser merken!

Aktuelle Hirnforschungen haben offenbar gezeigt, dass das menschliche Gehirn sich Informationen am besten merken kann, wenn die Informationen von Hand aufgeschrieben werden. Um hier den wissenschaftlichen Beweis zu erbringen bin ich definitiv zu wenig qualifiziert. Trotzdem stelle ich bei mir selber immer wieder den Effekt fest, dass durch handschriftliche Notizen ich mir die Dinge effektiver merken kann. So entsteht letztendlich aus den Informationen (geschriebenes Wort) effektiv Wissen.

Um alle meine Notizen an einem Ort zur Hand zu haben, habe ich mir ein Moleskine-Notizbuch zugelegt. Das Sammeln aller Notizen in einem Notizbuch hat zusätzlich zwei positive Effekte:

  1. Man sieht den Lernfortschritt anhand ausgefüllten Seiten. Das motiviert!
  2. Beim Durchblättern der bereits beschriebenen Seiten wird das gelernte immer wieder im Kopf reaktiviert.

 

Moleskine Notizbuch mit verarbeiteten Informationen
Moleskine Notizbuch mit verarbeiteten Informationen

Übrigens: Auf t3n gibt es dazu im Moment gerade ein spannender Artikel: http://t3n.de/news/tricks-gegen-das-vergessen-652020/

Ich wünsche dir viel Spass beim Verbessern deines persönlichen Knowledge-Managements.

 

Hinterlasse ein Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *